Frage 29

Hallo,

 zunächst einmal meinen Glückwunsch zu Ihrem Sichtbetonpool! Der Pool ist optisch (und bestimmt auch zum Baden  ein Genuss! Weiterhin möchte ich Ihre detaillierte Darstellung und die pdfs loben. Ich finde es absolut super, dass Sie Ihre Erfahrungen teilen. 

Meine Frau und ich sind große Betonfans, wir haben im August 2014 unseren Neubau 
bezogen, ein kubisches Flachdachhaus mit viel Glas und Sichtbeton (Sichtbetonwände,
-decken und -treppen). Nun planen wir die Aussenanlagen, wie innen die Kombination
Sichtbeton mit Eichenholz. Wir haben einen WU-Betonkeller (zum Teil als Tiefgarage)
aus genau diesen Fertigbetonelementen aus denen Sie Ihren Pool gebaut haben.
Derzeit sind wir bei der Kostenaufstellung zu einem solchen Sichtbetonpool mit unserem Rohbauer und dem Betonwerk, welches auch schon alle Fertigbetonelemente für unser 
Haus in guter Qualität geliefert hat. Zweifelsohne sind die Anforderungen an einen Sichtbetonpool aber nochmal höher, insbesondere wenn ich mir Ihr Dokument „Probleme mit dem Betonwerk“ ansehe!
 Ich habe nun die folgenden zwei Fragen:

1. Aus der jpg-Zeichnung geht hervor, dass Sie eine 2cm-Fuge zwischen der Oberkante 
Bodenplatte und der Unterkante der Wandelemente haben.
Diese Fuge haben wir in unserem Keller auch, hier drückt sich der WU-Beton beim 
Ausguss der Wände durch. Soweit ok, muss auch so sein damit kontrolliert man die
Verfüllung bis unten hin. Den Betonüberschuss nimmt man mit der Kelle weg. Wir haben
dann in unserer Tiefgarage im Keller aber nachträglich eine Hohlkehle aus
Epoxidharz-Sand Gemisch anbringen lassen am Boden-Wandübergang, sonst wäre hier eine „Dreck-Ecke“. Dann die Wand 5cm über dem Boden abgeklebt und den Boden
versiegelt. Wie haben Sie das Problem der Dreck-Ecke bzw. des
Boden-Wandübergangs gim Allgemeinen gelöst? Den Boden haben Sie ja auch
unversiegelt also in Sichtbeton gelassen
Wir haben wie im Bild gezeigt durch Schalholz und leisten das Ausdringen von Beton 
verhindert und anschließend auch mit einem Epoxidharz-Sand Gemisch verspachtelt
 
2. Zu Frage 24: Um den Pool (zur Not) mit Folie auskleiden zu können, haben Sie hierfür 
etwas beim Einsetzen der Einbauteile beachten müssen bezüglich Einbaulage, Typ, etc.?
 
Wir haben Markeneinbauteile gekauft, die auch für Folienbecken geeignet gewesen 
wären. Aus optischen Gründen würde ich mir vermutlich keine Kunststoffbauteil mehrkaufen
 
3. Haben sie keinerlei Imprägnierung o.Ä. nach dem Neubau aufbringen müssen? 

Wir haben keinerlei Zusätze im Beton verwendet – Mittlerweile gibt es wohl Zusätze, 
die die Chlor- / Chemikalienbeständigkeit
verbessern.
 
Es gibt ja so farblose Mittel speziell für Sichtbeton, die auch die natürliche „matte“ Optik 
des Betons nicht verändern. Sie schreiben ja, dass ausser einer geringfügigen Erhöhung der Rauhigkeit sich der Sichtbeton NICHT verändert hat, ich frage mich nur gerade selbst, ob man mit einer solchen Imprägnierung jedes Restrisiko ausschließen kann.

Kann ich fachlich leider nicht beurteilen

 
4. auf den letzten Bildern (mit der Schaufensterpuppe mit Fahrradhelm  sieht es so aus als wären die Wände nun angeschliffen worden?!

 Die in den Fertigbetonelementen enthaltenen Steine sind angeschliffen bzw. freigelegt.
Die Optik sieht anders aus im Vergleich zu der ursprünglichen Oberfläche der
Fertigbetonelemente. Wenn ja, was war der Hintergrund?
 
Nein wir haben an der Oberfläche nichts gemacht. Die Veränderung hat sich in den 
ersten 2-3 Jahren so eingestellt und hat sich seither nicht mehr verändert.
Da wir viel Laub im Herbst und Winter haben reinigen wir den Pool im Frühjahr immer mit einem Hochdruckreiniger, was sicherlich auch zu einer Veränderung der
Pooloberfläche beiträgt.
 
Vielleicht täusche ich mich auch, aber haben Sie die Gegenstromanlage stillgelegt bzw.
stilllegen müssen? Da Sieht man jetzt so einen grauen Deckel oder Anstrich, ähnlich wie um die Poolscheinwerfer…
 
Aus Kostengründen habe ich mir damals nur die Einbauteile der Gegenstromanlage 
gekauft und in den Beton eingegossen. Dies hätte mir es jederzeit ermöglicht die
Gegenstromanlage nachträglich zu kaufen und einzubauen. Bisher hatte ich die
Gegenstromanlage aber noch nicht vermisst und daher auch nicht gekauft.
Den grauen Deckel habe ich mir aus V4A-Stahl zur Abdeckung des Einbauteils bei einem Flaschner fertigen lassen
 
 
Vielen Dank für Ihre Antworten im Voraus!